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Simone Müller-Esche
von
03. Sep 2013

Vermögensverwaltende Fonds

Vermögensverwaltende Fonds sind von ihrem Grundprinzip her betrachtet Investmentfonds. Als eine besondere Variante von Investmentfonds vereinen sie im Mantel des Mischfonds oder des Dachfonds Investmentansätze, Anlagekonzepte und Strategien mit dem Ziel, das Vermögen der Anleger zu erhalten und zu mehren. Mittels ausgewogenen Strategien mit multi Asset Ansatz (wie Renten, Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Edelmetalle) erzielen vermögensverwaltende Fonds in allen uns bekannten Börsenphasen eine positive Rendite. Je nach Situation an den weltweiten Märkten sind vermögensverwaltende Fonds in der Lage ihren Fokus auf aussichtsreiche Anlageklassen (Multi Asset) zu konzentrieren und ihre Anlageausrichtung von defensiv über ausgewogen bis offensiv zu verändern.

Vermögensverwaltende Fonds: Das Prinzip und die Funktionsweise

Vermögensverwaltende Fonds investieren im Gegensatz zu “normalen” Investmentfonds, die das Geld der Anleger sammeln und es in Wertpapiere wie Aktien, Anleihen, Renten und Immobilien anlegen, nach einem eigenen Investmentansatz bzw. einer eigenen Strategie in verschiedene Investment Fonds. Die Fonds, in die der Vermögensverwaltende Fonds investiert, bezeichnet man dabei als Ziel Fonds.

Einschränkungen durch das 3. Finanzmarktförderungsgesetz vom April 1998
Einem in Deutschland zugelassenen Vermögensverwaltende Fonds stehen alle ebenfalls in Deutschland zugelassenen Investment Fonds als Zielinvestment offen. Bei den Ziel Fonds darf es sich nicht um Dachfonds (Vermeidung von Kaskadeneffekten), Spezialfonds oder geschlossene Fonds handeln. Die Ziel Fonds dürfen nicht mehr als 20% Anteil am Gesamtvermögen des Vermögensverwaltende Fonds übersteigen und ein Dachfonds darf nicht mehr als 10% der Anteile am Vermögen des Ziel Fonds halten.

Die Chancen bei einem Investment in vermögensverwaltende Fonds

Durch die Konstruktion des vermögensverwaltenden Fonds kann der Fondsmanager des Vermögensverwaltenden Fonds die einzelnen abzudeckenden Marktsegmente mit dem jeweils attraktivsten Fonds belegen. In dieser Weise kann praktisch jedes Rendite -Risiko-Profil dargestellt werden. Für den Anleger besteht der Vorteil in einem breit diversifizierten und aktiv verwalteten Portfolio. Dabei kann über verschiedene Fondsmanager und Vermögensverwalter. Der Fondsmanager kann dabei auch auf Fonds zurückgreifen, die weit über das übliche Angebot offener Publikums Fonds, wie sie von Banken und Fonds Plattformen angeboten werden, hinausgeht. Der Anleger hat so auch die Möglichkeit an attraktiven Investmentideen oder von sogenannten „Institutional Shares“ mit rabattierten Management Vergütungen zu partizipieren, die ihm als Privatanleger nicht offen stünden. Das Depot für Vermögensverwaltende Fonds selbst nachzubilden, würde enorme Zeit- und Kostenaufwände bedeuten.

Risikominimierung durch vermögensverwaltende Fonds

Statt selber Aktien, Anleihen, Immobilien oder Optionsscheine für das eigene Fonds Vermögen zu erwerben, beteiligt sich der vermögensverwaltende Fonds z. Bsp. nach dem „Best-Select-Ansatz“ an bereits bestehenden, erfolgreichen Ziel Fonds renommierter Investmentgesellschaften oder Vermögensverwalter und erreicht dadurch zum Einen weltweite Diversifizierung sowohl über multi Asset wie auch in der Anlageklasse (sog. Assetklassen) selbst und zum Anderen größtmögliche Diversifikation und damit Minimierung des Anlagerisikos. Investoren sollten auf die Unabhängigkeit des Management von Banken, Versicherungen und Investmentgesellschaften sowie auf die Vermeidung von Klumpenrisiken durch die Investments der Ziel Fonds achten.

Kosten von vermögensverwaltenden Fonds

Die Tatsache, dass es bei vermögensverwaltenden Fonds eine zusätzliche Managementebene neben dem Management des Ziel Fonds gibt, löst vom Grundsatz her auch zusätzliche Kosten aus. Diese zusätzliche Managementebene hat aber auf der anderen Seite auch andere Rahmenbedingungen als Vermögensverwalter oder Anleger, die die Depots mit angesehenen Fonds aktiv verwalten. Er tätigt seine Käufe und Verkäufe bei der Investmentgesellschaft des Ziel Fonds in der Regel zum Nettoinventarwert, also ohne das übliche Agio. Außerdem können Vermögensverwaltende Fonds in sogenannte „Institutional Shares“ mit rabattierten Managementvergütungen investieren und dem Fonds Vermögen werden die durch die Ziel Fonds ausgeschütteten Bestandspflegeprovisionen gutgeschrieben. Auch die Ticketgrößen, Flatvereinbarungen und Investitionen in ETF´s reduzieren nochmals die anfallenden Gebühren. Durch die Streuung über Fonds und Fondsmanager (sog. Asset Manager) weisen Vermögensverwaltende Fonds eine wesentlich höhere Breite als einzelne Fonds auf. Letztenendes ist für den Anleger der Nettonutzen eines aktiv gemanagten Fonds wichtig.

Die Besteuerung/Steuer von vermögensverwaltenden Fonds

Mit der Einführung der Abgeltungssteuer ab 2009 wurden etliche Vermögensverwaltende Fonds aufgelegt bzw. Vermögensverwalter überführt. Für Investitionen nach 2008 gilt, dass Kursgewinne innerhalb eines Investmentfonds auf Anlegerebene während der Haltedauer des Fonds nicht steuerpflichtig sind. Erst mit der Veräußerung des Fonds fließt dem Anleger ein insgesamt steuerpflichtiger Ertrag aus Kursgewinnen zu. Hieraus können sich „Zinseszinseffekte“ bei der Wiederanlage des sonst zu versteuernden Teils der thesaurierten Erträge ergeben. Wegen der komplett unterschiedlichen Besteuerungsgrundlage (z.Bsp. „Halbeinkünfteverfahren“) kann es im Mantel einer Versicherung wie Lebensverischerung oder Rentenversicherung nochmals zusätzliche Vorteile kommen.

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